Erfahren Sie Alles zum Thema Silberfische!

Silberfische sind flinke und flügellose Insekten, die gerne unsere Bäder, Küchen oder Waschküchen bevölkern. Sie bevorzugen also alle Orte, an denen es schön warm ist und eine hohe Luftfeuchtigkeit herrscht. Sie werden auch Silberfischchen oder Zuckergast genannt und können bei größerem Vorkommen sehr lästig werden. Deshalb finden Sie auf dieser Ratgeberseite alle nützlichen Informationen über Silberfische: Was Silberfischchen genau sind, wie man diese schauen Tierchen wieder loswerden kann und wie man einem Befall vorbeugt.

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Inhaltsverzeichnis:

Was sind Silberfische?

Größe von Silberfischchen

Silberfischchen werden ohne Fühler kaum größer als 1cm.
By Денис Береженко (Own work) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Silberfische werden kaum größer als einen Zentimeter (gemessen ohne Fühler). Sie leben seit mindestens 300 Millionen Jahren auf diesem Planeten. Damals gab es noch keine Erdteile, es gab nur eine einzige Landmasse umgeben von einer riesigen Wasserwüste. Mit etwas Respekt darf man diese Tierchen durchaus „lebende Fossilien“ nennen. Sie haben alles überlebt, was sich in diesen über 300 Millionen Jahren ereignet hat. Sogar das gewaltige Auseinanderdriften der Kontinente und die Bildung der einzelnen Ozeane.

Übrigens die Wissenschaft nennt sie: Silberfischchen und der wissenschaftliche Name Lepisma saccharina berücksichtigt wohl ihre Vorlieben für Zucker und Stärke. Sie gehören zur Klasse der Insekten und dort zur Ordnung der Fischchen.

Wie pflanzen sich Silberfischchen fort?

Das Fortpflanzungsritual der Silberfischchen findet im Dunkeln statt, es ist eine riskante Variante der Fortpflanzung. Nach einem kurzen Tanz legt das Männchen seine Spermienbeutel fast schutzlos auf dem Boden ab und befestigt sie mit selbst gesponnenen Fäden. Dann führt er das Weibchen in die Nähe der Spermienbeutel, gleitet das Weibchen unter dem Gespinst hindurch, kann es die Spermien aufnehmen und die Befruchtung findet im Innern des Weibchens statt.

Danach legt das Weibchen etwa zwanzig Eier in dunkle Ritzen oder Spalten. Zum Entwickeln der Eier und der Jungtiere ist eine Temperatur zwischen 25 und 30 °C Voraussetzung. Ist es kälter, ist keine Vermehrung möglich. Die Entwickelung findet ohne Metamorphose statt. Bis zur Geschlechtsreife benötigen die Insekten je nach Lebensbedingungen vier Monate und manchmal auch drei Jahre. Bei etwa 20 °C sind die Tiere in einem Jahr voll entwickelt und durchlaufen jährlich etwa vier Häutungen.

Wo leben Silberfische?

Silberfische lieben die warmen Räume menschlicher Behausungen. Die Tierchen sind nachtaktiv und verbringen die Tage in dunklen Fugen, hinter Fußleisten auch hinter abgelösten Tapeten. Man kann sagen, dass sie unsichtbar am Tage sind. Gerne verstecken sie sich auch unter Kühlschränken.

Bei der Wahl ihres Verstecks ist es wichtig, dass es warm ist und eine erhöhte Luftfeuchtigkeit vorhanden ist; daher leben sie bevorzugt in Bädern, Küchen und in Waschküchen. Die besten Temperaturen sind zwischen 20 und 30 °C und die relative Luftfeuchtigkeit sollte zwischen 80 und 90 % liegen.

Wie sehen Silberfische aus?

300 Millionen Jahre auf dieser Erde ohne jede allmähliche Veränderung von Generation zu Generation, das ist eine Meisterleistung der Natur und natürlich auch der Grund für ihr urtümliches Aussehen.

Ein flugunfähiges Insekt mit Panzerschuppen, sechs Beinen und fünf Fühlern. Zwei längere, fadenförmige Tastfühler am Kopf und drei berührungsempfindliche, fühlerähnliche Organe hinten, je einer rechts und links und einer mittig in Verlängerung des Körpers.

Silberfische

Ein Silberfisch auf einem weißen Untergrund.
By Aiwok (Own work) [GFDL or CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Diese kleinen Silberfischchen werden gerade mal bis zu acht Jahre alt. Die flinken, lichtscheuen, silbrig glänzenden Tierchen, die in der Regel erst nach der dritten Häutung metallisch glänzen, sind extrem abhängig von Wärme und Luftfeuchtigkeit. Ihr Wachstum orientiert sich an den Lebensbedingungen in ihrer unmittelbaren Umgebung.

Der Name „Silberfischchen“, orientiert sich wohl in erster Linie an der Körperform. Er hat etwas fischähnliches und dazu kommt das silbrige Glänzen der Schuppen. Aber auch die Fortbewegung auf dem Boden und an den Wänden erinnert irgendwie an das Schwimmen von Fischen.

Wovon ernähren sich Silberfischchen?

Silberfischchen sind nachtaktiv, sie scheuen jede Art von Licht. Sie suchen sich ihre Nahrung im Dunklen. Doch was heißt suchen, denn ihnen dient so ziemlich alles, was irgendwo herumliegt als Nahrung, auch wenn stärke- oder zuckerhaltiges bevorzugt wird.

Auf der Speisenkarte stehen:

  • Bucheinbände
  • aufgeschlagene Buchseiten (wenn es denn sein muss, wird auch um die Druckerschwärze der Buchstaben herum gefressen)
  • Fotos
  • Haare, gleich welchen Ursprüngen.
  • Hautschuppen
  • Kleister und Kleber
  • Hausstaubmilben

Zur Not werden aber auch Stoffe gefressen wie Baumwolle, Seide, Kunststoffe, Leinen und auch Leder. Schimmelpilze sind eine Spezialität und werden gern abgegrast. Silberfischchen gehören zu jenen Spezialisten, die körpereigene Cellulasen produzieren und zur Verdauung von Cellulosen nicht auf Endosymbiosen zurückgreifen müssen.

Wenn nichts fressbares vorhanden ist, können die Tierchen schadlos längere Hungerphasen von bis zu 300 Tagen überstehen. Die einzigen beiden Fressfeinde der Silberfische, sind der Ohrwurm und Spinnen. Diese natürlichen Feinde, sind in den meisten Haushalten aber wohl eher ungern gesehen und eignen sich deshalb weniger zur Bekämpfung der Silberfischchen. Es wurden aber ausreichend andere Methoden entwickelt, um die Silberfische erfolgreich bekämpfen zu können.