Wie entstehen Silberfische? – Fortpflanzung, Ursachen und Bekämpfung

Silberfischchen gelten für gewöhnlich als unerwünscht in Wohnungen. Die kleinen Insekten mögen es gerne dunkel und feuchtwarm. Treten sie in Massen auf, können sie schnell zur lästigen Plage werden. Sollte Ihre Wohnung unter einem Befall mit Silberfischen leiden, ist es sehr hilfreich zu wissen, wie die kleinen Insekten sich vermehren und wie sie in die Wohnung gelangen.

In diesem Artikel klären wir deshalb die Fragen, wie Silberfische überhaupt entstehen und wie sie ihren Weg in unsere Haushalte finden? Außerdem gehen wir der Frage nach, wo sie sich verstecken und wie lange sie überleben können? Zum Schluss geben wir Ihnen noch einige hilfreiche Tipps, wie Sie die Silberfischchen wieder loswerden.

Wie entstehen Silberfische?

Ein Silberfisch zeichnet sich äußerlich durch seine schlanke, flinke und silbrig schimmernde Gestalt aus. Das Insekt ist nicht direkt den Schädlingen zuzuordnen. Vielmehr gelten die versteckt lebenden Tierchen als lästig, die dem Menschen im Allgemeinen aber keinen Schaden zufügen.

Wie enstehen Silberfische?

Silberfische haben eine silbrig schimmernde Gestalt
By AJC ajcann.wordpress.com from UK (Silverfish, Lepisma saccharina) [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons

Doch wie entstehen Silberfische?

Die Fortpflanzung

Bei der Paarung beginnen die Silberfischchen mit einem Paarungsritual: Sie „tanzen“ und bewegen sich aufgeregt umeinander herum. Im Anschluss daran legt das Männchen einen Beutel mit seinem Sperma innerhalb eines feinen Gespinstes ab. Diesen Bündel sucht das Weibchen auf und nutzt das Sperma, um die eigenen Eier zu befruchten. Dabei sind Silberfische unter normalen Umständen ab vier Monaten geschlechtsreif.

Allerdings ist es für die Fortpflanzung essenziell, dass die Bedingungen stimmen. Auf diese Weise ist es möglich, dass die Geschlechtsreife und Paarung bei Silberfischen bis zu drei Jahre dauern können. Die Lebenserwartung der Insekten liegt übrigens zwischen zwei und acht Jahren. Die Tiere sind nach bis zu einem Jahr ausgewachsen, wobei sie in dem Zeitraum bis zu acht Häutungen durchmachen. Danach häuten sie sich bis zu weiteren vier Mal aufgrund ihres Wachstums.

Bedingungen für eine gute Entwicklung der Silberfische

Damit sich Silberfische gut und zügig entwickeln und vermehren, sind diverse Bedingungen nötig. Solange das Nahrungsangebot sowie der Aufenthaltsort den Anforderungen der Tiere entsprechen, nisten sie sich ein und bleiben eine Weile, um sich häuslich einzurichten. Auf dem Speiseplan der Silberfischchen stehen hauptsächlich stärkehaltige Substanzen. Die Insekten fressen mit besonderer Vorliebe Staub, Hausstaubmilben, Schimmelpilze, Hautschuppen, Haare, Papier, Stofffasern und Kunstfasern.

Interessanter Fakt: Silberfische können problemlos fast ein Jahr lang ohne Nahrung auskommen und überleben.

Bevorzugte Aufenthaltsorte und wie Silberfische in die Wohnung kommen

Da die Insekten sehr klein sind, suchen sie sich ihre Wege durch kleinste Spalten und Ritzen. Besonders Altbauten weisen Risse im Mauerwerk auf, durch die sich die Silberfische fortbewegen können. Aber nicht nur das Mauerwerk oder Fenster und Türen bieten den silbrig schimmernden Insekten einen Zugang zu den Wohnräumen. Rohr- und Wasserleitungen, in denen es dunkel, feucht und warm ist, dienen ebenso als bevorzugte Aufenthaltsorte der Silberfischchen.

Silberfische mögen feuchtwarme und dunkle Orte. Temperaturen zwischen 20 und 30 Grad Celsius sind genau richtig für die flinken Krabbeltiere. Solange in einer Wohnung solche Bedingungen herrschen, fühlen sich Silberfische wohl und lassen sich in dem betreffenden Haushalt nieder. Vor allem die Küche und Badezimmer, aber auch Schlaf- und Waschräume sind bei den Tieren beliebte Orte. Insbesondere in Ecken und Räumen, in denen eine Feuchte zwischen 80 und 90 Prozent herrschen, halten sich Silberfische gerne auf.

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Was den Befall mit Silberfischen begünstigt und wie man ihm vorbeugen kann?

Die lichtscheuen Silberfische suchen sich dunkle Orte zum Verstecken aus. Das beinhaltet sowohl Fliesenfugen unter Schränken als auch Ritzen und Spalten im Mauerwerk oder lose Tapeten. Grundsätzlich finden sich Silberfische vermehrt in Wohnungen, in denen ein Problem mit Schimmel, also zu hoher Luftfeuchtigkeit, besteht. Gleichzeitig spielt die Sauberkeit eine Rolle: Räume, Arbeitsflächen und Fußböden, die weder sauber noch trocken sind, gelten als beliebte Aufenthaltsorte für Silberfischchen.

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Um einem Befall mit Silberfischen in der Wohnung vorzubeugen, lohnt es sich daher, die Räume regelmäßig zu wischen und mehrmals täglich gründlich zu lüften. Besonders im Winter sind gekippte Fenster zu vermeiden, da sonst Schimmelpilze leicht Einzug halten und Silberfische ideale Nahrungsquellen finden. Neben dem regelmäßigen Säubern und Lüften der Räume, ist es empfehlenswert, Ausgüsse von Zeit zu Zeit mit kochendem Wasser zu spülen, um Silberfische in den Abflüssen zu verhindern.

Maßnahmen zur Bekämpfung

Wer bereits von einem Silberfischbefall betroffen ist, profitiert von verschiedenen Optionen. Natürliche Feinde der Silberfische sind neben dem Menschen Spinnen sowie der Gemeine Ohrwurm. Jedoch sind diese Tiere selten in der Wohnung erwünscht. Daher sind andere Maßnahmen gefragt. Dazu gehört der Lavendel als Hausmittel, den die Tiere nicht mögen und deshalb meiden. Daneben bietet der Handel zahlreiche Mittel zum bekämpfen der Silberfische an.

Beispielsweise existieren spezielle Fangköder, die sowohl Nahrung für die Tiere enthalten als auch biologische Giftstoffe. Neben diesen Mitteln kommen auch chemische Bekämpfungsmittel infrage. In jedem Fall ist bei solchen Methoden die Herstellerangabe zu beachten, um keine Schädigungen zu riskieren.

Wer lieber natürlich vorgehen will, setzt auf selbstgebaute Fallenkonstruktionen oder den genannten Lavendel und natürliche Feinde. Pappklebestreifen mit Honig sind ebenfalls eine gängige Maßnahme gegen Silberfische.

Die vorgestellten Maßnahmen haben nichts gebracht? In unserem Artikel „Wie kann man Silberfische bekämpfen“ finden Sie viele weitere Maßnahmen zur Bekämpfung von Silberfischchen.